Unter Rebellen: Cizre und der Cudi Dağı

Aus dem Reisetagebuch »Türkei total 2014« – Teil 2

14.7.2014

Detlev Simon war einer der ersten Leser meines Buches »Das Rätsel der Arche Noah«. Er war nun zusammen mit seiner Frau in der Türkei mit dem Motorrad unterwegs. Dabei hat er Ende Mai das Kloster Mor Augen (siehe Teil 1) sowie das Dorf Sah am Fuß des Berges Cudi besucht. Näheres dazu im Buch auf S. 175. Ein Balken an der Decke des Klosters soll von der Arche Noah stammen. Der komplette Bericht dieser und anderer Reisen ist auf der Internetseite www.simplesimon.de zu finden. Wiedergabe auf www.noah2014.com mit freundlicher Genehmigung. Detlev Simons Rezension meines Buches findet sich auf Amazon.

Detlev Simon im Ruinendorf Sah am Fuß des Cudi-Gebirges.

Okay – ich wusste schon, dass es ein bisschen Schwadroniererei war, als ich im Blick auf unser nächstes Ziel daheim vorgab, wir müssten halt sehen, mit welcher Seite wir uns arrangieren: entweder mit dem Militär, das uns eskortieren müsste oder mit der PKK, zu der wir konspirativ Kontakte knüpfen würden. Dass es dann so ähnlich, aber doch ganz anders kommen würde, hatte ich selbst nicht gedacht.

Unser Ziel, gleichzeitig eines unserer Hauptziele auf dieser Reise, ist die Stadt Cizre. Noch vor einigen Jahren hätten wir uns kaum hierhin getraut, erinnern uns noch, wie man uns in Midyat vor einer Fahrt durch Cizres Nachbarstadt Şırnak gewarnt hat. Kurdengebiete prinzipiell zu meiden ist für uns jedoch schon lange kein Thema mehr, aber dies hier ist PKK-Kernland, in der Gegend kam es noch vor Kurzem zu blutigen Auseinandersetzungen. Die beiden türkischen Paare, die wird gestern an der »Alman Köprüsü« trafen, schlugen ob unserer Pläne die Hände über dem Kopf zusammen.

Als einzig akzeptables Hotel erscheint uns das »Grand Hotel Mem u Zin« – wobei sich das »Grand« nur auf die bauliche Größe beziehen kann, denn von »Grandezza« kann nicht die Rede sein, selbst die Spuren eines eventuellen Glanzes vergangener Zeiten sind nicht mehr erkennbar. Das »Mem u Zin« bezieht sich auf ein Paar, dessen tragische Liebesgeschichte hier spielte, die auch als Gleichnis für die Geschichte des kurdischen Volkes gilt.

Immerhin finden wir das Hotel gleich, was bei der nachmittäglichen Hitze auch schon ein Segen ist, dazu dürfen wir zum Parken fast in die Hotellobby fahren. Das Bemühen um die Sicherheit der Gäste und ihrer Habseligkeiten ist rührend, manchmal fast lästig. So lassen die Angestellten nicht eher locker, bis wir unsere Seitentaschen, die bislang immer und überall montiert blieben, abgenommen haben.

Beim Zimmer im vierten Stock ist man über einen Aufzug froh, und sei es nur mit 1 x 1 Meter Fläche. Sich dann mit dem Waiter und dem ganzen Zeugs dort hinein zu zwängen, ist auch noch okay, selbst, wenn ich ein wenig verbogen halb über unseren Taschen hänge. Aber wenn der Aufzug dann zwischen zwei Etagen stecken bleibt und das Licht ausfällt, wird es schon spaßig, zumal in dem Käfig eine Bullenhitze herrscht. Im Funzelschein seiner Handybeleuchtung versucht unser Betreuer, das Ding wieder in Gang zu setzen, was etwas dauert, aber schließlich gelingt. Das Hotelzimmer ist auch lediglich »grand« im Sinne von »groß«, die Sessel sind so verschlissen, dass man die eigentlich nur noch zum Neubeziehen oder auf den Sperrmüll geben könnte, die Fensterscheiben sind blind vor Schmutz, von der Decke hängen lose zwei Stromsparwendel, die ursprügliche Farbe des Teppichbodens lässt sich mit etwas Fantasie noch erahnen. (In der zweiten Nacht höre ich ein Rauschen wie von einem kleinen Wasserfall: Die Warmwasserleitung war irgendwo unter dem Waschtisch geplatzt, zum Glück finde ich den Absperrhebel, bevor das ganze Zimmer unter Wasser steht.) Aber die Bettwäsche ist sauber, die Klimaanlage funktioniert, das Bad ist okay – und der Minibarkühlschrank läuft und ist gefüllt.

Dem Hinweis der Hotelempfehlung folgend, hatten wir um ein Zimmer mit Tigrisblick gebeten, dass wir auch erhalten. Der Ausblick bleibt uns trotzdem verwehrt, da sich unverschämterweise einige Wohnblocks ins Blickfeld drängen.

Cizre ist eine chaotische, staubige Stadt. Als Fußgänger läuft man ständig Gefahr überrollt zu werden. Risikofreudig wie wir jedoch sind, machen wir uns zu einem kleinen Rundgang auf. Zwar sind wir es gewohnt, hin und wieder etwas beäugt zu werden, gerade in Gegenden, in denen Touristen eher eine Seltenheit sind. Hier in Cizre bedarf es jedoch schon eines gewissen Maßes an Selbstbewusstsein, denn hier heftet sich praktisch jedes verfügbare Augenpaar auf diese Exoten. Zudem bin ich für Rendel an diesem Abend der »Rattenfänger von Hameln«, denn ich ziehe eine ganze Schleppe von Kindern hinter mir her. Einige werden mit ihrem »Money, money« etwas lästig, ein scharfer Blick und ein kurzes Anknurren meinerseits schafft schnell Abhilfe. Allerdings scheint dieses Verhalten auch den Erwachsenen nicht angenehm zu sein, eine Frau weist die Kinder entsprechend deutlich zurecht.

In einem Fleischlokal speisen wir gute Hausmannskost zum günstigen Preis und machen uns auf den Rückweg zum Hotel, wobei uns in direkter Nachbarschaft noch ein Ladenlokal auffällt, in dessen Schaufenster u. a. der Schriftzug »Turistik« prangt, eine Entdeckung, die sich stark auf den morgigen Tag auswirken soll.

Einen solchen Tag, der von Staub und Hitze geprägt war, ohne ein kühles Bier ausklingen zu lassen, fällt mir schwer. Zwar bin ich darauf eingestellt, in dieser Gegend vielleicht darauf verzichten zu müssen, trotzdem fragen wir unseren Rezeptionisten nach einer Bezugsquelle. Hier in der Türkei sind dies üblicherweise die lizensierten »Tekel«-Läden, der hiesige ist etwa einen Kilometer entfernt. Also laufen wir noch durch das schwül-heiße abendliche Gewusel, wobei ich diese Entscheidung fast bereue. Schließlich finden wir den Laden, ordern drei Flaschen Efes-Pils, die, wie hier üblich, in einer schwarzen Plastiktüte verstaut werden. Dies wertet uns als Attraktion noch einmal auf, denn Touristen mit einer schwarzen Plastiktüte – da weiß hier jeder, worum es geht.

Der nächste Morgen. Wir hatten uns die Stadt Cizre nicht wegen ihres Charmes ausgesucht, sondern weil es hier in der Gegend einige höchst attraktive Ziele geben soll. Außerdem ist hier ganz in der Nähe der einzige Übergang in den Nordirak, den wir in diesem Jahr auch besuchen wollen. In der direkten Umgebung von Cizre liegt der Bergzug des Cudi Dagı, dessen Gipfel nach moslemischer, aber auch teilweise nach jüdisch-christlicher Tradition als alternativer Landeort der Arche Noah gilt. So wird etwa hier vor Ort behauptet, dass Cizre selbst von Noah gegründet wurde, die Nachbarstadt Şırnak trägt in ihrer ursprünglichen Schreibweise »Şehr-i-Nuh« Noah sogar im Namen (»Stadt des Noah«). Egal, wie man zu dieser alten Geschichte steht, hoch interessant ist diese Gegend in jedem Fall. (Ganz kurzer Exkurs: Die Bibel spricht nicht ausdrücklich von einem »Berg« Ararat, sondern vom »Gebirge« oder auch vom »Land« Ararat, weswegen es sich nicht unbedingt um den üblicherweise genannten Berg an der armenischen Grenze handeln muss, der seinen Namen zudem erst in viel späterer Zeit erhalten hat. Außerdem gibt es etliche weitere, außerbiblische Indizien, die für die Gegend um den Cudi sprechen.)

Neben dem vorgeblichen Landeplatz der Arche gibt es einige Kilometer entfernt noch einen interessanten Ort, der auf kurdisch »Şah« genannt wird, türkisch »Cağlayan«, der – folgt man der obigen Argumentation – als erste von Noahs Stadtgründungen gelten kann. Die ganze Gegend galt viele Jahre als No-go-Area, für Ausländer sowieso, aber auch Einheimischen, die ursprünglich von dort stammten, war der Zugang lange verwehrt. Erst seit im Verhältnis zwischen dem türkischen Staat und den Kurden (und der PKK) seit einem Jahr ein wenig Entspannung eingesetzt hat, kann ein Besuch zumindest theoretisch wieder erwogen werden. Dieser Umstand und die Vorstellung, vielleicht seit langem die ersten Ausländer zu sein, die diese Gegend aufsuchen können, hatten uns dieses Ziel ins Auge fassen lassen, ohne jedoch zu wissen, wie realistisch der Plan sein würde.

Jenseits der eingangs genannten Schwadroniererei gab es für mich eigentlich nur zwei realistische Szenarien: Entweder war die ganze Angelegenheit mittlerweile so weit gediehen, dass sich schon ein gewisser Cudi-Berg-Tourismus entwickelt hatte oder das Unterfangen wäre nach wie vor völlig unmöglich. Dass sich so etwas wie ein Mittelding von beidem entwickeln würde, hat mit dem »Turistik«-Schriftzug in besagtem Laden zu tun. Es schien sich zwar um ein Geschäft für Gasflaschen zu handeln, trotzdem wollte Rendel dort nachfragen, sicherlich zumindest einen Versuch wert, da wir ansonsten eh noch nicht wussten, wie wir vorgehen wollten. Der Inhaber des Ladens hörte sich unser Anliegen an, griff zum Telefon und ließ uns mit seinem englisch sprechenden Bruder reden. Dieser bot sich an, kurzfristig in unser Hotel zu kommen, um die Angelegenheit zu bereden.

Tatsächlich kommt Abdullah kurz darauf in die Hotellobby, ein freundlicher junger Mann Mitte zwanzig, der uns erzählt, dass er in der Ukraine Medizin studiert. Zusammen mit seinem Bruder überlegt er, wer wohl am ehesten als Fahrer in Frage kommen würde, ein solcher wird in seinem Verwandtenkreis jedoch schnell gefunden.

Als besonderer Glücksfall erweist sich, dass sowohl der Fahrer als auch Abdullah selbst ihre Wurzeln im Dorf Şah haben. Er durfte lange Zeit nicht in seinen Heimatort und hatte eh geplant, ihn jetzt in seinen Semesterferien endlich einmal wieder aufzusuchen. Wir hatten also beides – einen versierten und kundigen Führer und gleichzeitig einen sympathischen und an uns interessierten Übersetzer.

Die Gegend nicht im Alleingang zu erkunden, also nicht »einfach so hoch zu fahren«, erweist sich als gute Entscheidung: a) hätten wir mangels ensprechender Karte den Weg gar nicht gewusst, b) ist die Strecke derart schwer befahrbar, dass Rendel es nach einigen Kilometern aufgesteckt hätte – auch mir wäre es ehrlich gesagt nicht ganz leicht gefallen. Umso froher sind wir, dass unser Fahrer seinen Wagen nicht schont, angesichts der großen Wackersteine, der scharfen Kanten und der vielen Wasserdurchfahrten hätten wir wohl auch kaum einen Taxifahrer gefunden, der seinen Wagen auf dieser Strecke hätte ruinieren wollen. Und schließlich zeigt auch die folgende Begebenheit, dass der Besuch der Gegend noch immer nicht »ohne« ist.

Impressionen aus Sah. Fotos: Detlev und Rendel Simon

Schon früh fallen mir oben auf dem Kamm der Hügel die vielen Wachtürme auf. Als sich am Wegesrand erste Ruinen zeigen, die ich gerne fotografieren will, zögern unsere beiden Begleiter anzuhalten. »Wir werden von allen Seiten beobachtet«, ist ihre Begründung. Trotzdem stoppen wir kurz und ich mache meine Fotos. Vor uns tut sich das schöne Panorama des Cudi-Gebirgszugs auf. Davor staffeln sich ausgedehnte Terrassenanlagen, auf denen früher Gemüse und Getreide angebaut wurden. Die Dörfer, Felder und Wälder sind im Rahmen der Vertreibungsmaßnahmen zum Großteil dem Erdboden gleich gemacht und abgebrannt worden. Wir passieren die ersten Ruinen eines verlassenen Dorfes, wo sich nur eine Frau mit Kindern zeigt, die zu den hier zeitweise siedelnden Nomaden gehört. Ohne zu wissen, worum es genau geht, können wir aus dem Verhalten unserer Begleiter schließen, dass sie noch zögern, mit uns direkt bis ins Dorf Şah weiter zu fahren. Zwar hätte das von uns bislang Gesehene bestimmt schon gereicht, aber natürlich wollen wir gerne bis zu unserem eigentlichen Ziel weiterkommen. Schließlich stoppen wir in der Nähe eines von Gestrüpp überwucherten Bachlaufs. Dieser Bach ist die Lebensader dieser Gegend und begründete zudem den vormaligen Reichtum von Abdullahs Familie, denn dieser Teil des Bachs und das umgebende Land gehört ihnen.

Unser Fahrer verschwindet im Unterholz und lässt sich erst einige Zeit später wieder sehen, im Gefolge zwei Männer. Bei Abdullahs Erklärungen war schon häufiger das Wort »Guerilla« gefallen, das ich aber noch nicht recht einzuorden wusste. Der Anblick der beiden Männer erklärt jedoch alles. Deren martialisches Aussehen lässt mich im ersten Moment an schlechte Folkore denken, jedoch ist mir sofort klar, dass das hier kein Spiel ist. Die beiden tragen die typische Uniform der PKK, ein Schnellfeuergewehr über der Schulter und eine Plakette mit dem Porträt eines ihrer Märtyrer an der Brust. Wir werden freundlich mit dem typischen Wange-an-Wange begrüßt. Abdullah lässt uns wissen, dass von der Entscheidung der beiden Kämpfer abhängt, ob wir die Gegend erkunden dürfen oder nicht.

Was sich in der nächsten Viertelstunde anschließt, kann in der Rückschau nur als Verhör bezeichnet werden. Der Wortführer der beiden, vielleicht 40, befragt uns nach dem Grund unserer Reise, warum wir gerade in diese Gegend kommen, zu unserer politischen Einstellung, was wir von Abdullah Öcalan halten und vieles mehr. Das Ganze wird immer von Abdullah übersetzt, da die beiden konsequent keine türkische Silbe verwenden. Wir müssen uns zudem dazu äußern, warum wir zwar etwas türkisch, jedoch kein Wort kurdisch sprechen, und dass, so der Anführer, obwohl wir doch hier in »seinem« Land sind. Wir reden uns etwas heraus und versprechen, uns zu bessern. Wohlwollend wird registriert, dass sich Rendel früher um kurdische Flüchtlinge gekümmert hat …

Etwas mulmig wird uns, als der Anführer vorschlägt, für einige Tage ihre Gäste zu sein, eingedenk der Tatsache, dass frühere Geiselnahmen seitens der PKK nachträglich meist als »Gastaufenthalt« deklariert wurden.

Zwischendurch hält der Anführer der beiden Rebellen immer kurz inne, er scheint unsere Antworten abzuwägen und zu bewerten. Schließlich, in meinen Augen so etwas wie ein Friedenspfeife, rauchen wir zusammen eine Zigarette und bekommen das Ergebnis unseres Verhörs mitgeteilt: Wir dürfen uns als Gäste fühlen und die Gegend ungehindert erkunden. Bei der Verabschiedung bringe ich noch mein einziges kurdisches Wort an – »Spas!« – »Danke!«, was dem Anführer ein Lächeln abnötigt. Die beiden ermahnen unsere Begleiter noch ausdrücklich, dass sie nur in ihrem Gebiet für unsere Sicherheit garantieren können, darüber hinaus würden Abdullah und unser Fahrer die Verantwortung für uns tragen – immerhin zeigt sich auch hier die von uns oft bemerkte Verantwortung für die »Gäste«. Wir atmen auf, als sich die beiden wieder in ihr schützendes Dickicht zurückziehen.

Rendels Frage, ob wir noch ein Foto von den beiden machen dürfen, erübrigt sich eigentlich. Meine ursprüngliche Annahme, uns mit der PKK arrangieren zu müssen, hat sich also bewahrheitet, wobei ich jedoch ehrlich gesagt nicht davon ausgegangen war, dass dieses Arrangement auf eine für uns derart aufregende Weise zustande kommen würde. Abdullah versichert uns, dass wir nun mit Billigung und unter dem Schutz der PKK unsere Besichtigung fortsetzen könnten, meint aber auch, dass der Kommandeur des Trupps (weitere verbargen sich im Gebüsch) sehr »hart« gewesen sei.

(Für eventuelle Nachahmer: Man sollte auf keinen Fall auf die Idee kommen, diese Gegend leichtfertig auf eigene Faust besuchen zu wollen. Interessierten bietet Abdullah an, mit ihnen auf dieselbe Weise zu verfahren, jedoch ohne Garantie, dass das immer klappt. Den Kontakt zu Abdullah kann ich auf Wunsch vermitteln.)

Nun setzen wir die Besichtigung der Gegend unter der kundigen Führung unserer Begleiter (und unter den wachsamen Guerilla-Augen) fort. Manche Ruinen, die in unseren Augen wie römische Hinterlassenschaften aussehen, erweisen sich als alte kurdische Wohnhäuser, die bis zu ihrer Zerstörung durch die Armee bewohnt waren. Jedoch gibt es tatsächlich eine Anzahl von Relikten aus alter Zeit – vorgeschichtlich, römisch, byzantinisch und osmanisch.

Zwischenmenschlicher Höhepunkt unseres Ausflugs ist noch die Einladung zu einem Picknick durch eine kurdische Gruppe, mit der wir noch einiges an Spaß haben (darunter wieder etliche dieser weiblichen Schönheiten, die mir schon oft unter den Kurden aufgefallen waren). Oft strapazierter Begriff, aber auch hier beeindruckte uns wieder einmal die spontane und großzügige Gastfreundlichkeit, die uns auch und gerade immer wieder von kurdischer Seite entgegen gebracht wird.

Zwar war die Summe der heutigen Eindrücke schon fast mehr, als wir verkraften können, trotzdem entschließen wir uns noch zu einem kurzen Abstecher in die Kasrık-Schlucht, eine beeindruckende Felsformation, in der es das Relief einer auf einem Pferd reitenden Frau, angeblich eine parthische Fürstin, zu sehen gibt.

Abdullah lädt uns noch noch zu einem Abendessen in das Haus seiner Familie ein, eine Einladung durch die wir uns sehr geehrt fühlen, die wir allerdings angesichts unserer Erschöpfung dankend ausschlagen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Abdullah den von uns für unseren Fahrer vorgeschlagenen Fahrpreis als viel zu hoch ablehnt, hier erweist sich jedoch mein Verhandlungsgeschick, indem ich den Preis doch noch etwas hochhandeln kann. Für sich selbst beansprucht unsere neue Bekanntschaft keine müde Lira.

Gemauerte Wehrtürme aus unbekannter Vergangenheit
Eingestürzte Mauern, Torbögen und Gebälk
Überreste imposanter Bauwerke sind noch erhalten.
Sah: Nur ein verlassenes Dorf oder einst eine bedeutende Stadt?
Eine Inschrift

[ Übersicht: Aktuelles ]